Bauvermessung

 

Erstellung eines Bestandsplans

Bestandspläne sollen einen aktuellen, grafischen Nachweis aller Gebäude, Bauwerke, Grenzen, Leitungen und anderen topografischen Elementen sein und bilden damit eine wesentliche Grundlage für sämtliche Planungen. Bei einem Ortsvergleich werden auf Basis der Liegenschagtskarte sämtliche für die Planung des Vorhabens notwendigen Elemente vermessungstechnisch erfasst.Weiterhin übernehmen wir in diese Pläne bereits die Angaben der Bebauungspläne hinsichtlich Maß und Art der baulichen Nutzung.

Lageplan zum Bauantrag

Die Errichtung eines Gebäudes muß vor Baubeginn von der zuständigen Behörde genehmigt werden (Baugenehmigungsverfahren) oder dieser zur Kenntnis gegeben werden (Kenntnisgabeverfahren). Im Kenntnisgabeverfahren und (mit Einschränkungen) im Baugenehmigungsverfahren müssen die Unterlagen, die bei der zuständigen Behörde abgegeben werden, immer einen Lageplan enthalten, der in der Landesbauordnung fest definiert ist (§ 4 LBOVVO).
Dieser Lageplan gem. § 4 LBOVVO ist kein Bestandsplan oder Bauplan, sondern hat ausschließlich die Aufgabe, das von dem Architekten geplante Gebäude der zuständigen Behörde darzustellen, also gewissermassen dessen Bauzeichnungen in einen Plan zu übersetzen und seine Planung auf Zulässigkeit hin zu überprüfen.
Der Lageplan gliedert sich in einen zeichnerischen sowie einen schriftlichen Teil.

Wesentliche Schritte bei der Erarbeitung eines Lageplans:
· Beschaffung des Bebauungsplans, der neuesten Katasterunterlagen und der Grundbuchinformationen.
· Ein Vergleich des vorhandenen Kartenmaterials mit der tatsächlichen Situation vor Ort, bei dem baurechtlich relevante Informationen aufgezeichnet werden (Gebäude, Firstrichtungen, Geschossigkeit, Straßensituation, etc.).
· Ausarbeitung des zeichnerischen Teils des Lageplan mit Darstellung der Katasterinformationen, der Situation im Planungsbereich, den öffentlich-rechtlichen Festsetzungen des Bebauungsplans und der geplanten baulichen Anlagen.
· Ausarbeitung der Abstandsflächenpläne gemäß den Vorgaben der Landesbauordnung.
· Ausarbeitung des schriftlichen Teils des Lageplans mit Angaben über Eigentümer und Grundbuchinformationen des Baugrundstücks und der Nachbargrundstücke und der Berechnung der tatsächlichen und der zulässigen baulichen Nutzung des Baugrundstücks (GRZ, GFZ, etc.).
Mit den folgenden Stellen müssen wir daher in Kontakt treten: · Bauherr, · Architekt, · Bauträger, · Bauamt, · Tiefbauamt und Grundbuchamt der Gemeinde, · Zuständige katasterführende Behörde (Staatliches Vermessungsamt oder Städtische Vermessungsdienststelle) sowie der unteren Baugenehmigungsbehörde (Baurechtsamt der Stadt oder des Landkreises).
Die Komplexität eines Lageplans wird deutlich aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, die wir umsetzen müssen und der Unterlagen, die wir einsehen müssen. Es handelt sich hierbei vornehmlich um das Baugesetzbuch (BauGB), die jeweils gültige Landesbauordnung (LBO), Baunutzungsverordnung (BauNVO), Verfahrensverordnung zur Landesbauordnung (LBOVVO), Bebauungsplan der Gemeinde (Zeichnerischer Teil und textliche Festsetzungen), · Amtliches Liegenschaftskataster (Flurkarten, Grundrissdaten, Vermessungshandrisse, Liegenschaftsbuch), Grundbuch und Architektenzeichnungen. Im zeichnerischen und schriftlichen Teil des Lageplans zum Bauantrag wird von uns dokumentiert, daß das Bauvorhaben die gesetzlichen Vorgaben (Landesbauordnung, Baugesetzbuch, Baunutzungsverordnung, usw.) entspricht bzw. ob eventuelle Befreiungen nötig sind.
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Absteckung für den Erdaushub

Mit der Baugenehmigung erhält der Bauherr die Erlaubnis, die Baugrube auszuheben. Es werden die wesentlichen, geplanten Gebäudeecken mit Pflöcken in der Örtlichkeit signalisiert und gegebenenfalls Fluchten zur Sicherung angebracht. Mit diesen Informationen ist der Aushubunternehmer in der Lage, die richtige Menge an Erdreich zu bewegen. Nach Absteckung fertigen wir ein entsprechendes Protokoll.
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Einschneiden des Schnurgerüsts gem. § 59 Landesbauordnung

Nachdem die Baufirma das Schnurgerüst erstellt hat, können wir es gemäß der genehmigten Planung einschneiden. Bei dieser Gelegenheit überprüfen wir die Aushubhöhe und geben eine Höhe mit lokalem Bezug an. Beispielsweise bedeutet der Anschrieb OK RFB EG = ± 0,00m = 115,00m ü. NN folgendes: Die Planung des Architekten weist die Oberkante Rohfussboden des Erdgeschosses als Bezugshöhe für das Gebäude aus. Sie hat in Höhe 115,00 über Normal Null. Während der gesamten Zeit der Bauausführung richten sich die Bauhandwerker nach diesen Angaben. Die vorgenommenen Arbeiten werden in einem Protokoll festgehalten, welches u.a. an die Genehmigungsbehörde (Baurechtsamt) gesendet wird, die daraufhin die Baufreigabe erteilt .
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Baubegleitende Achsübertragungen und Meterrisse

Bei größeren Bauvorhaben ist es ratsam, bestimmte Vermessungen zur Sicherung eines zügigen und fehlerfreien Baufortschritts vorzunehmen. Dabei werden auf jede fertiggestellte Geschossdecke die in der Auführungsplanung definierten Haupt- und Zwischenachsen des Gebäudes, sowie geplante Höhen übertragen und markiert. Diese Informationen dienen dem Polier und dem Bauleiter zur Eigenkontrolle und zum fehlerfreien Fortgang ihrer Arbeiten.
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Haben wir Ihr Interesse an diesen Plänen geweckt? Gerne senden wie Ihnen per Mail ein Beispiel zur Ansicht zu! info@geofurrer.de