Katastervermessung

Katastervermessungen dürfen nur von Staatlichen Vermessungsämtern, Gemeinden mit entsprechender Vermessungsdienststelle oder Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren ausgeführt werden. Die entsprechenden Gebühren richten sich in Baden-Württemberg nach dem Gebührenverzeichnis der Landesregierung. In der Regel handelt es sich hierbei um Wertgebühren, beispielweise richtet sich die Gebühr einer Grundstücksteilung nach Grösse und Bodenwert der neu zu bildenden Flurstücke, die Gebäudeaufnahme für das Liegenschaftskatater nach den Baukosten und der Anzahl neu errichter Gebäude.
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· FLURSTÜCKSTEILUNG
Wenn aus einem Grundstück mehrere rechtlich eigenständige Grundstück entstehen sollen, so ist eine Zerlegung des Flurstücks notwendig.
Bei der Zerlegung des Flurstücks werden nach der Feststellung der alten Grenzpunkte vor Ort die neuen Grenzen durch zugelassene Grenzzeichen kenntlich gemacht. Weitere Arbeiten, wie Berechnung von Flächen, Numerierung zur eindeutigen Zuordnung der Flurstücke usw. finden im Büro nach entsprechenden Katastervorschriften statt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten und Pläne über den neuen Zustand des Grundstücks bilden den Entwurf zur Veränderung des Liegenschaftskatasters, der von der zuständige katasterführende Stelle beglaubigt wird und zur Fortführung amtlicher Planwerke wie Dauerriss, Flurkarte und Buchwerk führt. Dann wird das Grundbuchamt und die entsprechenden Eigentümer davon in Kenntnis gesetzt.
Die Veränderungen im Kataster, d.h. die neu entstandenen Grundstücke können nun vom Notar in das Grundbuch eingetragen werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß dem Notar eine Teilungsgenehmigung vorliegt, die bei der zuständigen Gemeinde eingeholt werden muß. Diese Teilungsgenehmigung sollte i.d.R. schon vor der eigentlichen katasterrechtlichen Zerlegung des Grundstücks vorliegen. Seit der Novellierung des Baugesetzbuches BauGB am 01.01.98 ist eine Teilungsgenehmigung nicht mehr in allen Fällen notwendig.

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· GEBÄUDEAUFNAHME
Jedes neu errichtete Gebäude muß nach dem Vermessungsgesetz des Landes Baden-Württemberg von 1961 für das Liegenschaftskataster aufgenommen werden. Diese bei Eigentümern nicht gerade beliebte und oft auf entsprechenden Widerstand stossende Leistung, dient dazu, das Liegenschaftskataster und Grundbuch auf den neuesten Stand zu bringen.
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· GRENZFESTSTELLUNG
Wenn die Grenzpunkte nicht mehr sichtbar sind oder fehlen, können sie auf Auftrag bei einer der oben genannten Beörden wieder hergestellt werden. Bevor Sie ein Grundstück erwerben wollen, einen Zaun bauen, eine Zufahrt anlegen oder eine Böschung aufschütten, sollten Sie sich bei fehlenden Grenzzeichen mit Ihrem Nachbar abstimmen, ob dieser auch an einer Grenzfeststellung interessiert ist.
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· VERMESSUNGSARBEITEN ZUR FORTFÜHRUNG DES AMTLICHEN LAGEFESTPUNKTFELDS
Das amtliche Festpunktfeld dient dem Zweck, Aufmessung, Absteckung und Berechung von Koordinaten zu ermöglichen. Es ist unabhänig von Grenzpunkten. Die Festpunkte sind in der Regel so versichert dass sie schnell und einfach überprüft und bei Verlust aus Sicherungen in der Umgebung wieder hergestellt werden können. Es setzt sich in diesem Bereich immer mehr eine satellitengestützte Ortsbestimmung durch.
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· VERMESSUNGSARBEITEN ZUR FORTFÜHRUNG DES AMTLICHEN HÖHENFESTPUNKTFELDS
Diese Vermessungen werden in der Regel vom Landesvermessungamt durchgeführt. Das Staatliche Vermessungsamt führt diese Unterlagen. Hier werden in der Regel an Brückenbauwerken oder Gebäuden Höhenfestpunkte meist als eingemauerte Bolzen einbetoniert und bestimmt.
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